Ursprung


Der BjN e.V. nimmt bei der Gestaltung seiner Lager und Fahrten Bezug auf jugendbewegte und bündische Werte.

Er lebt und agiert nach den Idealen des

"Wandervogel - Ausschuss für Schülerfahrten".

 

 

Quelle und weiterlesen hier: --> Wikipedia.de

Als Wandervogel wird eine 1896 in Steglitz bei Berlin entstandene Bewegung hauptsächlich von Schülern und Studenten bürgerlicher Herkunft bezeichnet, die in einer Phase fortschreitender Industrialisierung der Städte und angeregt durch Ideale der Romantik sich von den engen Vorgaben des schulischen und gesellschaftlichen Umfelds lösten, um in freier Natur eine eigene Lebensart zu entwickeln. Damit stellte der Wandervogel den Beginn der Jugendbewegung dar, die auch für Reformpädagogik, Freikörperkultur und Lebensreformbewegung im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wichtige Impulse setzte. 

Waren für Halbtags- und Wochenendausflüge anfänglich nur leicht erreichbare Ziele wie zum Beispiel der Grunewald oder das nahe Nuthetal in Frage gekommen, so folgten später auch Ferienfahrten in den Harz und in den Böhmerwald.

 

Angesichts der geringen Mittel, die die jungen Leute zur Verfügung hatten, und mit dem Leitbild eines möglichst einfachen Lebens vor Augen, bereiteten sie sich ihre Mahlzeiten unterwegs auf mitgenommenen Spirituskochern selbst oder kochten sie auf offenem Feuer ab.

Übernachtet wurde auf mehrtägigen Wanderungen in Scheunen, später auch in Zelten und manchmal in billigen Dorfgasthäusern. Regenwetter und strapaziöse Wegstrecken wurden mit dem Singen von Volksliedern und wechselseitiger Aufmunterung durchgestanden und gehörten danach als bestandene Herausforderungen zum gemeinsamen Erfahrungsschatz.

Der Anstoß zu einer auf Dauer angelegten Organisation der Wanderaktivitäten am Gymnasium Steglitz ging von dem ehemaligen Schüler Karl Fischer aus, der 1901 für die Gründung des Wandervogels als Verein "Wandervogel - Ausschuss für Schülerfahrten" sorgte.

 

Wie andere nach ihm prägte Fischer als Führungspersönlichkeit die Aktivitäten der von ihm geleiteten Gruppierung.

Mit dem Anwachsen der Bewegung, die sich binnen weniger Jahre über den ganzen deutschsprachigen Raum ausbreitete, kam es oft zu abweichenden Leitvorstellungen und Schwerpunktsetzungen, die zu vielfältigen Abspaltungen und Neugründungen führten. Umstritten waren beispielsweise Fragen der Mädchenbeteiligung und der Alkoholabstinenz.

Gegenüber Versuchen der politischen Einflussnahme und Vereinnahmung suchten die Wandervogel-Verantwortlichen meist Neutralität zu wahren. So fand der Erste Freideutsche Jugendtag auf dem Hohen Meißner im Oktober 1913, für den der Wandervogel den Boden bereitet hatte, offiziell ohne seine Beteiligung statt.

 

Der Erste Weltkrieg schuf neue Verhältnisse auch für die Jugendbewegung und den Wandervogel. Den entscheidenden Einschnitt bildete aber erst die nationalsozialistische Auflösung bzw. Zwangseingliederung der Jugendbünde in die Hitlerjugend.

Die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründeten Nachfolgeorganisationen sind dem Erbe des Wandervogels verbunden.

 

Eine Gedenktafel zu seiner Gründung ist am Rathaus Steglitz zu finden, im Steglitzer Stadtpark (im Parkteil zwischen der Sedan- und Klingsorstraße) steht ein Gedenkstein.


Das Logo des BjN e.V. ist angelehnt an die Ikone der Jugendbewegung, dem "Lichtgebet" von Hugo Höppener (Fidus).

 

Quelle und weiterlesen hier: --> Wikipedia.de

 

Hugo Reinhold Karl Johann Höppener (Fidus) wurde 1868 als Sohn des Konditors Julius Höppener und seiner Frau Camilla (geb. Stender) in Lübeck geboren. Zu Ostern 1887 wurde er von seinen Eltern auf die Vorschule der Münchner Akademie geschickt. Nach nur drei Monaten verließ er die Akademie und wurde Schüler des Malers und Naturapostels Karl Wilhelm Diefenbach in Höllriegelskreuth, von dem er seine stilistische Prägung und den Künstlernamen „Fidus“ (Der Getreue) erhielt.

 

Er verschrieb sich den lebensreformerischen Ideen des Vegetarismus, der Lichtgläubigkeit, der Freikörperkultur und einer naturgemäßen Lebensweise.

Anarcho-sozialistische Vorstellungen von Bodenreform und vegetarischem Pazifismus beherrschten die Geisteswelt des jungen Fidus. Diefenbach und Fidus wurden 1888 wegen ihrer Freikörperkultur zu Kerkerhaft verurteilt.

 

Im Weiteren war er Mitglied der lebensreformerischen Verbände Deutsche Gartenstadtgesellschaft, des Bundes Deutscher Bodenreformer sowie Mitglied im "Bund für allseitige Lebensreform des gesamten Deutschtums", im "Verein für Körperkultur" und im "Deutschen Verein für vernünftige Leibeszucht". 

1889 setzte Fidus sein Studium an der Münchner Akademie fort. Die Bekanntschaft mit dem Theosophen Wilhelm Hübbe-Schleiden führte zur Mitarbeit als Illustrator der Zeitschrift Sphinx. Fidus vertrat fortan eine mystische Naturreligion und setzte sich für Ideen einer Sexualreform ein.

 

Der spezifische Jugendstil seiner Bilder wurde fortan mit esoterischen Symbolen - Lotosblüten, Eiformen, Kreuzen und Sonnenzeichen - angereichert. Die zyklische Kreisstruktur des Lebens, die Rückkehr des Mannes in den göttlichen Mutterschoß, die Verschmelzung der Geschlechter und die Erlösung durch das Licht waren immer wiederkehrende Bildmotive.

Zudem entwarf er Pläne zu gigantischen Tempelanlagen für eine neue Natur- und Lichtreligion, in denen sich das Volk zur Andacht versammeln sollte. Sein berühmtestes Bild wurde das in mehrfacher Ausfertigung, erstmals 1908, entstandene „Lichtgebet“.

 

Es zeigt einen jungen, schlanken, fast androgynen Mann auf einem Berggipfel, der die Arme in Form einer Lebensrune spreizend die Sonne anbetet.

 

Dieses Bild wurde zur Ikone der Jugendbewegung.