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Das Logo des BjN ist angelehnt an die Ikone der Jugendbewegung, dem "Lichtgebet" von Hugo Höppener (Fidus).

 

Quelle und weiterlesen hier: --> Wikipedia.de

 

Hugo Reinhold Karl Johann Höppener (Fidus) wurde 1868 als Sohn des Konditors Julius Höppener und seiner Frau Camilla (geb. Stender) in Lübeck geboren. Zu Ostern 1887 wurde er von seinen Eltern auf die Vorschule der Münchner Akademie geschickt. Nach nur drei Monaten verließ er die Akademie und wurde Schüler des Malers und Naturapostels Karl Wilhelm Diefenbach in Höllriegelskreuth, von dem er seine stilistische Prägung und den Künstlernamen „Fidus“ (Der Getreue) erhielt.

 

Er verschrieb sich den lebensreformerischen Ideen des Vegetarismus, der Lichtgläubigkeit, der Freikörperkultur und einer naturgemäßen Lebensweise.

Anarcho-sozialistische Vorstellungen von Bodenreform und vegetarischem Pazifismus beherrschten die Geisteswelt des jungen Fidus. Diefenbach und Fidus wurden 1888 wegen ihrer Freikörperkultur zu Kerkerhaft verurteilt.

 

Im Weiteren war er Mitglied der lebensreformerischen Verbände Deutsche Gartenstadtgesellschaft, des Bundes Deutscher Bodenreformer sowie Mitglied im "Bund für allseitige Lebensreform des gesamten Deutschtums", im "Verein für Körperkultur" und im "Deutschen Verein für vernünftige Leibeszucht". 

1889 setzte Fidus sein Studium an der Münchner Akademie fort. Die Bekanntschaft mit dem Theosophen Wilhelm Hübbe-Schleiden führte zur Mitarbeit als Illustrator der Zeitschrift Sphinx. Fidus vertrat fortan eine mystische Naturreligion und setzte sich für Ideen einer Sexualreform ein.

 

Der spezifische Jugendstil seiner Bilder wurde fortan mit esoterischen Symbolen - Lotosblüten, Eiformen, Kreuzen und Sonnenzeichen - angereichert. Die zyklische Kreisstruktur des Lebens, die Rückkehr des Mannes in den göttlichen Mutterschoß, die Verschmelzung der Geschlechter und die Erlösung durch das Licht waren immer wiederkehrende Bildmotive.

Zudem entwarf er Pläne zu gigantischen Tempelanlagen für eine neue Natur- und Lichtreligion, in denen sich das Volk zur Andacht versammeln sollte. Sein berühmtestes Bild wurde das in mehrfacher Ausfertigung, erstmals 1908, entstandene „Lichtgebet“.

 

Es zeigt einen jungen, schlanken, fast androgynen Mann auf einem Berggipfel, der die Arme in Form einer Lebensrune spreizend die Sonne anbetet.

 

Dieses Bild wurde zur Ikone der Jugendbewegung.