Überbündischer Blog

Themen, Beiträge und Nachrichten aus Den Bünden



Liebe Mitglieder,

das aktuelle Rundschreiben steht Euch im Mitgliederbereich zum Download zur Verfügung.



Frohe Weihnachten aus dem Bundesjugendministerium

Weitere Infos zum BMFSFJ:



Der Bund junger Naturisten e.V. ist nun auch bei Gooding.de

 

Liebe Mitglieder und Fans vom BjN!


Ab sofort ist es möglich ganz einfach und ohne Mehrkosten etwas Gutes für unseren Verein zu tun.

 

Wir arbeiten mit der Plattform gooding.de zusammen und können somit von Euren Online-Einkäufen profitieren.

 

 

Klickt auf das Bild und ihr findet eine einfache Erklärung oder schaut Euch den Gooding-Film bei Youtube an.

 

Vielen Dank für Eure Unterstützung!



 115 Jahre AfS - der Start zur erlebnisorientierten Jugendarbeit

In den Jahren zwischen 1890 und 1900 gab es regional verstreute angeleitete Jugendgruppen die sich nach Natur, Gemeinschaft und Abenteuer sehnten und die sich in einer Phase fortschreitender Industrialisierung der Städte und angeregt durch Ideale der Romantik von den engen Vorgaben des schulischen und gesellschaftlichen Umfelds lösen wollten, um in freier Natur eine eigene Lebensart zu entwickeln. Oft waren es Schüler und Studenten, die von ihren Lehrern angeleitet, am Wochenende und in ihren Ferien in die Natur entfliehen wollten.

Der damals 20-jährige Student Hermann Hoffmann hatte diese Anfangsjahre miterlebt. Er zog nach Steglitz bei Berlin, um am dortigen Gymnasium Stenographie zu lehren. Aufgrund seines noch sehr jungen Alters baute sich zwischen ihm und den Schülern eine Freundschaft auf, die nach Schulschluss zu gemeinsamen Unternehmungen führte. In vielen Gesprächen zwischen den Jugendlichen kamen auch die Jugendzeiten von Hermann Hoffmann zur Sprache. Seine Schüler baten darum, ebensolche Wanderfahrten zu organisieren, wie die aus seinen Geschichten.

Auf kleinere Ausflüge in den Berliner Grunewald folgten längere Wanderungen in den Harz, den Böhmerwald, bis hin zu einer mehrwöchigen Wanderung nach Köln. So entstand eine feste Jugendgruppe, die die Natur als ihr zweites Zuhause ansah und diese Natur neben der Industrialisierung der Städte auch zu schätzen wusste.

 

Etwas Neues zu beginnen sorgt erst einmal für eine Menge Skepsis und Angst in der Öffentlichkeit. Jugendgruppen zu bilden, diese an ihren eigenen Erfahrungen wachsen zu lassen und Sozialkompetenz zu vermitteln – alles das kannte man zu dieser Zeit noch nicht. Also machte man sich Gedanken, wie man diese Idee in die Öffentlichkeit tragen konnte, denn Mitstreiter gab es genug.

Am 04.11.1901 versammelten sich einige Lehrer, Eltern und Schüler im Steglitzer Ratskeller zur Gründungsversammlung vom „Ausschuss für Schülerfahrten e.V.“ (AfS), welcher den Namen „Wandervogel“ erhielt. Karl Fischer, ein Schüler aus Hermann Hoffmanns Klasse, organisierte diese Gründung und leitete fortan den Verein. Niemand konnte ahnen, was für eine Welle diese Gründung auslöste.

Im gesamtdeutschen Raum entstanden weitere Wandervogelbünde, der Zulauf wurde immer größer. Damit stellte der Wandervogel den Beginn der deutschen Jugendbewegung dar, die auch für Reformpädagogik, Freikörperkultur und Lebensreformbewegung im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wichtige Impulse setzte.

Heute 115 Jahre später gibt es immer noch Wandervogelbünde oder bündische Vereinigungen, die sich mit dem ersten Wandervogelbund von 1901 verbunden fühlen. Einer davon ist der „Bund junger Naturisten (BjN) e.V.“, gegründet 2016 mit Sitz in Berlin. Auch in diesem Bund hat die Eigenständigkeit der Schüler und Jugendlichen, das Umweltbewusstsein, der Naturgedanke und die Gemeinschaft einen sehr hohen Stellenwert. 

www.bund-junger-naturisten.de



Naturismus & Pubertät

mit freundlicher Genehmigung von:


Das Unfertigkeits-Syndrom
Mit der beginnenden Pubertät haben die Kinder sehr viel mit sich selbst zu tun: ihr Körper verändert sich, der Hormonhaushalt wird gründlich umgestellt, und die psychische Verfassung ist entsprechend instabil, es rumort in ihnen. In dieser Zeit kapseln sich viele Kinder ab, und selbst wenn sie bis dahin nackten Umgang in der Familie oder am Naturisten-Strand gewohnt waren kommt es vor, dass sie plötzlich "Nacktangst" bekommen und sich selbst gegenüber ihren Eltern oder Geschwistern verstecken. Die Fotografin Sally Mann hat dieses Phänomen in einem Foto ihres Sohnes konzentriert:

Das letzte Mal, dass Emmet sich nackt fotografieren ließ.

Foto Copyright:

Sally Mann, "Immediate Family"

Der Anlass für diese meist plötzlich auftretende »Nacktangst« ist in erster Linie der Ausdruck einer tiefen Unsicherheit, wie wohl die Umwelt auf die sichtbar werdenden Veränderungen reagieren mag: Die ersten Schamhaare, die recht plötzlich wachsende Penisgröße bei Jungen, die oft asymmetrisch wachsenden Brüste bei Mädchen - all das vermittelt das Gefühl, noch »nicht fertig« zu sein, und unfertig zeigt man sich nicht gern. Bevor man sich mit möglichen Reaktionen anderer auseinandersetzen mag, muss man auch erst einmal selbst die biologischen und emotionalen Veränderungen an sich akzeptieren und verarbeiten.

 

Jugendliche, die in dieser Phase auch am Naturistenstrand Badekleidung tragen, werden deshalb toleriert, wenn auch nicht besonders gern. Textilträger bleiben halt immer Fremdkörper am Naturistenstrand und »Störer« der nackten Idylle, unabhängig vom Alter. Dabei ist die Praxis, dort Nackten jeden Alters (auch ihres eigenen) zu begegnen, für die Pubertierenden sehr heilsam: das Unfertigkeits-Syndrom wird am einfachsten geheilt wenn man erkennt, dass es allen anderen auch nicht anders geht, und wenn man erfährt, dass die anderen die eigene »Unfertigkeit« als Selbstverständlichkeit registrieren und akzeptieren. Diese Therapie versagt natürlich dann, wenn der/die Betroffene sich weigert, überhaupt zum Naturistenstrand mitzukommen - dann wird es halt etwas länger dauern, bis sich die »Nacktangst« wieder verwächst. 

Eine einsame Badehose unter lauter Nackten kommt sich irgendwann albern vor.

Das Kleinheits-Syndrom
Sigmund Freud hat aus seinen psychiatrischen Analysen die Erkenntnis gewonnen, dass praktisch jeder Junge unter dem »Kleinheits-Syndrom« leidet: Normalerweise sehen Kinder gelegentlich oder auch häufiger ihre Eltern nackt. Meist schon lange vor der Pubertät fragt sich dann jeder Junge: "Ob mein Penis auch einmal so groß wird wie der des Papa?"

Dabei sind solche Fragen leicht beantwortbar: Jungen, die am Naturistenstrand ständig Nackten jeden Alters (einschließlich ihres eigenen) begegnen, kennen solche Sorgen nicht. Sie sehen und erkennen von klein auf, dass alle möglichen Größen und Formen in allen Altersklassen vorkommen und der Wachstumsschub in der Pubertät irgendwann kommt: Nacktsein ist heilsam und allemal besser als verstecken und heimlichtun.

Erektions-Angst
Eine der verständlichsten Reaktionen auf die Eigenwilligkeiten der Natur ist die Angst der Jungs, im unpassenden Augenblick - vor aller Augen - eine Erektion zu bekommen. Sie erleben vor und besonders in der Pubertät, dass Erektionen manchmal spontan eintreten und nicht recht steuerbar sind (sie werden ja vom Stammhirn ausgelöst, und das lässt sich vom Großhirn, also vom Bewusstsein, nicht beeinflussen). Deshalb sind Jungs oft froh, wenn sie ihre Erektionen in möglichst weit geschnittenen Badeshorts verstecken können. Jungs haben nun einmal den anatomischen Nachteil, dass ihre Erektion für jedermann sichtbar erscheint - im Gegensatz zu Mädchen, bei denen dasselbe ziemlich unbeobachtbar abläuft.

Jungs bevorzugen oft möglichst weite Badeshorts.

 

Dabei ist auch dieses Problem nur eine Frage der Gewohnheit: Jeder FKK-Anfänger wird spätestens nach einer halben Stunde am FKK-Strand das nackte Miteinander als so normal und natürlich empfinden, dass erotisch ausgelöste Reaktionen praktisch gar nicht vorkommen. Und wenn doch einmal eine Erektion eintritt, dann wird der Betroffene entsprechend (im wahrsten Sinn des Wortes) zurückhaltend damit umgehen und kann dann auch auf das Verständnis und die Toleranz seiner Mitmenschen rechnen - wenn das Ereignis überhaupt irgend jemandes Beachtung findet. Schließlich ist eine Erektion ein genauso normales und natürliches Geschehen wie Husten oder Niesen, und sie klingt nach kurzer Zeit einfach wieder ab.


Doch eines ist sicher: Das innere Gefüge junger Menschen ist in der Pubertät labil, der Weg von der verloren gehenden, kindlichen Unbekümmertheit führt nur langsam zur Ausbildung einer stabilen Erwachsenen-Selbstsicherheit. Aber auch in dieser für die Jugendlichen - und Eltern - nicht einfachen Zeit kann die Botschaft nur lauten:


Hinein ins Paradies, die nackte Freiheit ruft!

Ob und wann er/sie die Botschaft annimmt, muss der/die Jugendliche selbst entscheiden, und wahrscheinlich tut er/sie es heute mal so und morgen mal anders.

 

Warum auch nicht? Zeiten der Wandlung sind Zeiten der Neuorientierung. Und da muss jeder seinen eigenen Weg gehen.

Copyright © by Helmut Schultze


BjN auf Fidus-Pilgerfahrt

 

Am 13.08.2016 fand ein Vereinsausflug der besonderen Art statt, wir folgten den Spuren des Lebensreformers Fidus (Hugo Höppener). Fidus hat weltweite Bekanntheit durch seine Jugendstil-Kunstwerke erworben, ganz besonders durch sein Werk „Lichtgebet“, welches zur Ikone der Jugendbewegung wurde und in Anlehnung unser Bundes-Logo ziert.

Fidus war zu seiner Zeit vielen Reformbewegungen angetan, wie z.B. der Bodenreform, dem Vegetarismus, der Gartenreform und Naturreligion. Über seinen „Namensgeber“ und den später als FKK-Pionier bekannten Karl Wilhelm Diefenbach fand er Kontakt zur Nacktbewegung, aus der die deutsche Freikörperkultur entstand und er weitere Impulse für seine Werke fand. Weiterhin war er mit der nicht unweit entfernt gegründeten Wandervogelbewegung verbunden und wurde mit seinen Werken im Jugendstil eine bekannte Größe in der deutschen Jugendbewegung.

Der größte Teil seines Nachlasses befindet sich im Archiv der deutschen Jugendbewegung auf der Burg Ludwigstein. Weitere Werke und Meilensteine befinden sich in Woltersdorf bei Berlin, wo uns unsere heutige Fahrt hinführte. Mit einer kultigen und historischen Straßenbahn fuhren wir vom S-Bahnhof Rahnsdorf nach Woltersdorf. Dort befand sich unser erster Zielort in der Nähe der Haltestelle, die Fidusallee. Das die Gemeinde Woltersdorf eine Straße nach Fidus benennt, zeigt welchen Stellenwert er nicht nur mit seiner Bekanntheit hatte, sondern auch wie wichtig er zu seiner Zeit mit dem Geschehen rund um den Ort zu tun gehabt hatte.

Die Fidusallee bis zum Ende in Richtung Köpenicker Str. entlang wanderten wir nicht lange, denn hier kam schon das eigentliche Highlight des Tages zum Vorschein, das Fidus-Haus. Dieses Haus in der Woltersdorfer Villenkolonie "Schönblick" lies er als Werk- und Atelierhaus von seinem Freund und neuen Nachbarn von 1907-1909 bauen, um darin zu arbeiten, seine Werke auszustellen und mit seiner Familie in Woltersdorf einen festen Wohnsitz zu schaffen. Es wurde von 1995-1998 denkmalgerecht saniert und erhielt dafür den Brandenburgischen Landesdenkmalpreis. Es sollte hieraus das „Museum der deutschen Lebensreform“ entstehen, was allerdings scheiterte. Es wurde verkauft und wird nun leider als privates Wohnhaus genutzt.

Die Pilgertour ging weiter der Köpenicker Straße entlang bis zum Ende und um den Berliner Platz herum zum Woltersdorfer Friedhof.

 

Auf dem Friedhof in Woltersdorf werden einige Grabmale vom Woltersdorfer Verschönerungsverein Kranichsberg e.V. gewartet, eines davon ist von Fidus.

 

Versteckt unter Bäumen sticht es doch mit seiner Fidus-typischen Architektur heraus. Ein großes Holzkreuz, im Hintergrund mit der Licht spendenden Sonne und seinem Künstlernamen „Fidus“ im Vordergrund.

Weiter geht es der Berliner Straße entlang in die Schleusenstr. zum nächsten Zielpunkt, dem 1926 gebauten Denkmal der im 1. Weltkrieg gefallenen Woltersdorfer Soldaten, auch bekannt als „Fidus-Denkmal“.

 

Das Mittelrelief des Denkmals wurde vom Künstler Fidus in seinem Fidus-Haus geschaffen und wurde für seinen umstrittenen Stil im Zusammenhang mit einem Trauer-Denkmal ebenfalls bekannt und berühmt. 2004 wurde es unter anderem wegen dieser Besonderheit und künstlerischen Bedeutung vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalschutz begutachtet und unter Denkmalschutz gestellt. Leider zufällt es nach und nach, das Land Brandenburg will keine Gelder zur Instandhaltung freigeben, somit hat der Woltersdorfer Verschönerungsverein zu einer Spendenaktion aufgerufen.

Die letzte Station unserer Pilger-Fahrt sollte das Heimatmuseum in der Alten Schule sein. Hier präsentiert der schon mehrfach erwähnte Woltersdorfer Verschönerungsverein mehrere Ausstellungen zu den Themen „Formationsgeschichte der Entstehung des Lebens“, "Woltersdorfer Handwerk", „19. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ und „Lebensreform, Kunst & Umbrüche“.

 

In letzterer Ausstellung lagern diverse Stücke aus der Lebensreformbewegung rund um Fidus. Inventar aus seinem Haus, Bücher, Zeitschriften, Briefverkehr, erschaffene und sehr seltene Werke, persönliche Dinge, Baupläne zum Haus, das originale Grabkreuz und eine lückenlos datierte Geschichte seines Lebens.

Hier endete der Ausflug und ein interessanter und spannender Tag in die Vergangenheit vom Meister Fidus geht zu Ende.

 

Die Fidus-Ausstellung ist sehr zu empfehlen und unser Dank richtet sich an den Woltersdorfer Verschönerungsverein, welcher in mühevoller und ehrenamtlicher Arbeit, die Geschichte und Nachlässe von Fidus am Leben und im guten Zustand erhält.

Text & Fotos: Andreas Fischer, Bundesleiter


Sommer-Bauhütte vom 29.07. - 04.08.2016

auf dem Handwerkerhof

Quelle: Der Handwerkerhof

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wen beim Lesen der folgenden Zeilen die Sehnsucht nach gemeinsamem Handwerk packt, wer laue Nächte bei guten Gesprächen unter dem Nussbaum sucht, und wer sich kulinarisch verwöhnen lassen möchte, kann jederzeit die Hofgemeinschaft mit seiner spontanen Ankunft beglücken!

Was bisher geschah:
Die Vorhut der Baumannschaft schmiedete im Vorfeld der Bauhütte konspirative Pläne und fand sich bei German zu einem Arbeitsessen ein. Der milde Sommerabend ließ uns die dargebotenen Leckereien doppelt genießen.

 

Solcherart gestärkt, viel auch die mühsame Wanderung zum Handwerkerhof nicht all zu schwer. Wie gewohnt, dröppelten mit fortschreitender Stunde mehr und mehr Menschen ein und die Runde um das Feuer wurde größer.

Samstags zählten wir dann knapp 20 Hilfswillige, die in allen Ecken des Hofes verschwanden, um die ihnen zugewiesenen Arbeiten mit Bravour zu erledigen.

 

Dank Heidi und Ilse spuckte die Küche beständig Nahrhaftes aus. Lediglich die Linde, unter deren Blätterdach wir schlemmten, nahm uns die räumliche Nähe übel und schickte mit jedem Windstoß ihre Samenkapseln zu Boden und somit auch in unsere Becher und Teller.

Mit Stand Sonntag Mittag war bereits folgendes erledigt:

  • alle Außenanlagen wurden geschnitten, gemäht, gejätet, verschönert
  • ein neues Hofgeländer zum Weinkeller stand kurz vor der Fertigstellung
  • die Räumlichkeiten wurden von größeren Mengen Sperrmülls befreit
  • der Getränkekeller wurde aufgeräumt
  • das Pellet-Silo steht und die Heizung wurde weitgehend montiert
  • der Eingangsbereich des Neubaus wartet nun auf die Haustüre
  • die Dritte Welt ist beleuchtet
  • die große Scheune schmückt sich mit einem neuen Kron-Kerzenleuchter
  • die Papierwerkstatt verfügt nun über eine kleine Buchpresse und eine zweite kleine Linol-Druckpresse
  • die Bautreppe im Neubau nimmt Gestalt an

Am Abend des Samtages blieben trotz rechtschaffener Müdigkeit alle lange wach, wollte man doch unbedingt bis Mitternacht ausharren, um Strippers Geburtstag feiern zu können. Das taten wir auch recht standesgemäß mit gut gekühltem Sekt und dem ein oder anderen Liedchen.

 

Dies Tun hatte natürlich Auswirkungen auf das sonntägliche Frühstück, das später als gewohnt stattfand . Einige zerknautschte Gesichter am Tisch ließen auf „Japanische Freundschaftswoche“ schließen. Aber motiviert durch schöne Arbeitsaufträge wurde auch der Müdeste wieder munter und so waren beim Mittagessen wieder alle eindeutig zu identifizieren.

Der Chronist beendet hier seinen Bericht, musste er doch schweren Herzens die Heimreise antreten. Das nachmittägliche Förderertreffen sei hier noch der Vollständigkeit halber erwähnt!

 

Euch allen schöne Sommertage, spannende Fahrten und bis bald auf dem Hof!

Text: Rh. 


BjN-Fahrt zum Ostseebad Prerow vom 15.07.-17.07.2016

Hier habt Ihr schon einmal einige Impressionen zur Fahrt.

Den ausführlichen Bericht mit weiteren Fotos findet Ihr im nächsten Fahrtenbuch.


FKK, Nudismus und Naturismus einfach erklärt

 

Quelle: nakedfriends.de

 

FKK ist die Abkürzung für Freikörperkultur.

In dem Zusammenhang fallen auch immer wieder Begriffe wie Nudismus und Naturismus. Was das genau bedeutet und warum es hier so oft zu Missverständnissen kommt, zeigen wir Euch in diesem Artikel.

 

Im weltweiten Vergleich sind die Deutschen Vorreiter im Nacktbaden! Das bestätigte eine repräsentative Studie des Online-Reisebüros „Expedia.de” 2014. Dennoch ist es für viele Menschen die Vorstellung, nackt schwimmen zu gehen, auch heutzutage noch immer etwas befremdlich. Schwieriger fällt das Verständnis dann, wenn es darum geht, die Nacktheit nicht nur alleine, sondern auch in der Gemeinschaft und bei verschiedenen Aktivitäten ausleben zu wollen, z.B. beim Sport. Diese Reaktion lässt sich vor allem mit den Vorurteilen erklären, die heutzutage immer noch in Verbindung mit FKK stehen.

 

Vorurteile und Missverständnisse in Bezug auf FKK

 

Das wohl größte Vorurteil, mit dem der FKK zu kämpfen hat, ist die Annahme, dass das Nacktsein immer etwas mit Sexualität, mit sexuellen Handlungen und Hintergründen zu tun hat. Ganz im Gegenteil aber wird in vielen FKK-Anlagen und -Vereinen stets großen Wert auf ein harmonisches Miteinander und Gemeinschaft gelegt, sexuelle Handlungen sind jedoch streng untersagt! Dieses Vorurteil beruht meist also auf fehlendem Wissen und fehlender Beschäftigung mit FKK.

 

Zudem wird es sicherlich auch dadurch gefördert, dass der Begriff „FKK“ häufig von Erotikdiensten und Erotikseiten zu Werbezwecken missbraucht wird. Viele Erotikanbieter nutzen den Begriff, um zum Beispiel ihre Erotik-Clubs, interessanter oder verlockender anzupreisen. So finden sich im Internet beispielsweise zahlreiche Erotik Clubs mit der Bezeichnung „FKK Club“, was zwangsläufig zu einer Verbindung von FKK und Sexualität führen muss.

 

Viele Menschen glauben zudem, dass Menschen, die gerne nackt sind, sich gleichzeitig auch gerne entblößen und sich anderen zeigen – dass sie also zum Exhibitionismus neigen. Auch dieses Vorurteil beruht auf mangelndem Wissen. Denn die Lust des Exhibitionisten besteht vor allem an den schockierten Reaktionen der Personen, wenn er sich vor ihnen entblößt. Da bei der FKK in der Regel alle Personen nackt sind und jeder damit rechnet, nackte Menschen zu sehen, fällt dieser (für den Exhibitionisten wichtige) Punkt beim FKK weg!

 

FKK bedeutet nicht einfach nur, nackt zu sein

 

Die Freikörperkultur wird häufig mit den Begriffen Nudismus und Naturismus gleichgesetzt. Hier gibt es kleine, aber feine Unterschiede, die wir Euch im Folgenden erklären möchten.

 

Nudismus – Nacktheit als Lebensweise

 

Der Begriff Nudismus stammt von dem lateinischen Wort „nudus“, deutsch „nackt“. Nudisten sind also einfach Menschen, die gerne nackt sind. Die Nudisten leben ihre Nacktheit gerne zu Hause als auch in der Öffentlichkeit aus. Dabei geht es ihnen hauptsächlich darum, nackt zu sein, sich nackt und frei zu fühlen. Sie verbinden mit der Nacktheit häufig ein Gefühl von Freiheit oder den Wunsch, konventionellen und gesellschaftlichen Zwängen zu umgehen.

 

Naturismus – das Leben im Einklang mit der Natur

 

Das Wort Naturisten beinhaltet die „Natur“. Ziel dieser Lebensart ist also das Leben in Harmonie mit der Natur, was durch einen bewussten Umgang mit der Natur erreicht werden kann. Das Nacktsein ist hierbei eher nebensächlich und rückt in den Hintergrund. Kleidung wird vielmehr als für einen wirklich sinnlichen und bewussten, „echten“ Umgang und Kontakt mit der Natur störenden Faktor begriffen. Nacktsein erfolgt hier nicht aus der Lust am Nacktsein (wie bei den Nudisten), sondern um besser im Einklang mit der Natur leben zu können, die Natur besser zu spüren und eine Harmonie zwischen Körper und Natur zu fördern.

 

Freikörperkultur – Leben als Teil der Gemeinschaft

 

Bei der Freikörperkultur (FKK) geht es auch wie beim Naturismus um das Leben im Einklang mit der Natur. Im Gegensatz zum Naturismus steht beim FKK aber die Gemeinschaft im Vordergrund. Es geht um das gemeinsame und menschliche, um das „echte“ Erleben der Natur und des Miteinanders. FKK möchte echte Gemeinschaft schaffen und ein Gemeinschaftsgefühl der Menschen fördern. Aus diesem Grund sind auch viele FKKler in Vereinen organisiert, wo sie regelmäßig zusammentreffen, Erlebnisse teilen und Sport machen. Man möchte den gesellschaftlichen Zwängen und dem Prestige-Charakter entgehen, der durch Kleidung gefördert wird. Die Nacktheit schafft eine engere Verbindung, eine Gleichheit und stärkt die Toleranz. Sie dient vor allem der Förderung des Gemeinschaftsgefühls.

 

Es lässt sich also festhalten, dass die drei Begriffe, die häufig synonym verwendet werden, doch eine unterschiedliche Bedeutung haben. Sicherlich gibt es hier deutliche Überschneidungen und eine klare Abgrenzung ist nur in der Theorie möglich. Eine Zuordnung zu den Gruppen ist daher auch nur in der Theorie möglich.

 

Quelle: nakedfriends.de


Bauhütte vom 17. bis 19. Juni gemeinsam mit DPSG Unterland auf dem Handwerkerhof

Quelle: Der Handwerkerhof

 

Der Chronist kann über diese Bauhütte ausführlich erst ab Samstag berichten. Pünktlich zur Kaffeezeit traf er auf dem Hof ein und freute sich über den gemütlichen Einstieg. Die Erstbesetzung am Freitag war wohl übersichtlich zu nennen, im Laufe des Samstag trafen dann aber mehr und mehr Leute der Hofmannschaft ein.

 

Prioritäre Ziele des Wochenendes waren der Verputz im Neubau (sehr weit gediehen, für die Sommerbauhütte... stehen nur noch Kleinverputzarbeiten an) und (einmal mehr) die Strukturverbesserung unserer Schlüsselschränke. Daneben gab es, wie gewohnt, etliche Kleinarbeiten und -reparaturen.

 

Auf den Zeltwiesen standen ein halbes Dutzend Kohten, bevölkert von der DPSG Unterland. Diese hielten auf dem Hof ihr „UlaWöWo“ ab. Die Reinschrift dieses kryptischen Kürzels konnte ich zwar erfragen, mir dennoch nicht merken – ich bitte um Nachsicht! Gleichwohl hatten die wuselnden Massen der Wölflinge ihren Spaß, den sie sich von gelegentlichen Regenschauern auch nicht verderben ließen. Die große Scheune war zum gemeinschaftlichen Abendessen (leckere Frikadellen mit multipler Salatauswahl) gut bevölkert.

 

Nun schloss sich für die Hofmannschaft eine spontan anberaumte Taufe der neuen (und wirklich meisterlich gefertigten – Chapeau, lieber TÜV) Schlafmaschine nebst Räumlichkeit auf den liebevollen Namen „Dritte Welt“ an. Was konnte dafür besser geeignet sein als ein Lebenswässerchen schottischer Provenienz? Die Wichtigkeit dieser Prozedur manifestierte sich in einer adäquaten Verweildauer der Festgesellschaft, denn wir konnten uns erst nach gut zwei Stunden von der Kunst gewordenen, hölzernen Bettstatt losreißen. Die Verlagerung erfolgte an das Feuer, um mit den „Unterländern“ einen Singeabend zu verbringen.

 

Der Sonntag hielt dann noch die Trägerkreissitzung parat, deren Start tatsächlich um neun Uhr erfolgte. Nach zweieinhalb Stunden wurde die Sitzung geschlossen und die Meisten gingen mit neuen Aufgaben nach Hause. Suchst auch du neue Aufgaben?

 

Die Sommerbauhütte findet vom 29. Juli bis 7. August statt. Wir freuen uns über jedes neue Gesicht, über jede helfende Hand. Wir freuen uns auf leckeres Essen, schöne Singerunden und jede Menge Spaß!

Rh.

Quelle: Der Handwerkerhof


JUGEND! Deutschland 1918-1945

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Die bündischen Gruppen der Weimarer Zeit standen in der Tradition der Jugendbewegung, die aus der Wandervogelbewegung Ende des 19. Jahrhunderts entstanden war. Die „Wandervögel" wandten sich mit ihrer ausgeprägten Naturverbundenheit gegen die moderne, industrielle Massengesellschaft. Großstadt- und politikfern konzentrierten sie sich auf Selbstbildung und waren dabei nicht frei von völkischen Untertönen und „vaterländischer Gesinnung", wandten sich aber entschieden gegen jegliche Bevormundung durch die staatliche Jugendpflege und zumindest partiell auch gegen die strenge Befehlshierarchie der Pfadfinder. Das Wandern in der Natur entsprach ihrem Lebensideal.

 

Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelten die rund zwanzig Verbände der Bündischen Jugend die Ideen der Wandervogelbewegung weiter. Sie sahen sich in deren Tradition, jedoch rückte in den Bünden die „Gemeinschaft" zunehmend stärker in den Blick. Der Bund als „elitäre Gemeinschaft mit aristokratischen Zügen und einer auf dem persönlichen Charisma eines ‚Führers' beruhenden Führer-Gefolgschafts-Struktur" wurde zum Leitbild. Gemeinsame Wanderungen und Fahrten bestimmten dabei das Gruppenleben, wobei sich die Bünde bewusst an Lebens- und Gesellschaftsformen „primitiver Völker" orientierten. So nannten sie ihre Untergliederungen Stämme, Horden oder Rudel und verorteten sich selbst außerhalb der Gesellschaft, was nicht zuletzt auf eine verbreitete Ablehnung der Weimarer Demokratie zurückzuführen war.

 

Im Vergleich zu den früheren Wandervögeln, die eher unorganisiert auftraten, zeigten sich die bündischen Jugendlichen zunehmend straffer organisiert, uniformiert und diszipliniert: „Der fröhliche, bewimpelte ‚Sauhaufen' wich strengen Formationen, die Geschlossenheit und Stärke vortäuschten." Nicht nur das Auftreten, auch die Umgangs- und Stilformen änderten sich. Höhepunkte waren nun große Bundeslager und Bundesfeste, aber auch Heimabende, Wanderungen und Fahrten gehörten weiterhin zum Alltagsrepertoire der bündisch bewegten Jugend.

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Bündische JuLeiCa 2016 - 42 neue Jugendgruppenleiter


An einem Mittwoch im Mai reiste eine muntere Schar aus allen Teilen Deutschlands und aus (fast) allen Bünden des Ring junger Bünde (RjB) auf der Burg an. Zeltplatz und Enno-Narten-Bau waren nun bis Sonntag das zu Hause von 42 jungen Bündischen, die über Himmelfahrt die komplette Schulung für die, Juleica genannte, Jugendleitercard absolvieren wollten.

Die zum wiederholten Mal von RjB und Jugendbildungsstätte angebotene Jugendgruppenleiterschulung hatte so eine große Gruppe noch nie erreicht, aber es gelang trotzdem gut, mit 5 Teamern in Kleingruppenarbeit allen gerecht zu werden.

 

Gleich am Nachmittag begann das intensive Programm, dessen Arbeitsgruppen neben Themen wie Aufsichtspflicht, Führungsstile und Gruppenkasse so schöne Titel hatten wie „Dynamik in der Gruppe - wie aus meinem frisch geworbenen Haufen eine verschworene Gemeinschaft wird?“ oder „Von Tussis und Bürschchen - Geschlechterrollen und ihre Klischees in der Jugendbewegung“.

Zum Kursende hatten die Teilnehmenden die Aufgabe, Berichte für unterschiedliche Medien und Zielgruppen zu verfassen. Hier ein Potpourri daraus:

Wir trafen uns aus Nord, Süd, West und Ost. Der Grund des Zusammentreffens war die bündische Juleicaschulung im Rahmen des RjB´s. Das Wetter war 1a. Handys verboten! - außer im Notfall, heißt die Devise. Solche und andere Themen umfasste die Schulung. Wandergeschichten und Erfahrungen untermauerten die Einheiten und machten sie interessanter als normale Juleicaschulungen. Bist du eher ein Anführer, Mitläufer, Opponent? Bist du laissez-fair, autoritär oder gar kooperativ? Wie plant man eine Fahrt? Wie einen Heimabend? All dies konnten wir in den 5 Tagen erlernen.

 

Die Schulung war genau das Richtige für uns, um zu lernen, worauf es bei der Leitung einer eigenen Gruppe ankommt. Aus unserer Sicht war es der richtige Ort, um neue Freunde kennen zu lernen, trotz dem vollen Programm. Wir sind nun gut vorbereitet um unsere eigenen Gruppen leiten zu können. Klar macht jeder mal Fehler, doch unsere Fragen und Probleme wurden hier beantwortet. An den Abenden gab es leckeres Essen und tolle Singerunden am Feuer. Außerdem kam der Spaß im Burgschwimmbad nicht zu kurz. Und so fuhren alle nach 5 erlebnisreichen, sonnigen und intensiven Tagen am Sonntag wieder in alle viel Himmelsrichtungen davon.

Bericht: Annemarie Selzer am 31.05.2016

Quelle: Jugendbildungsstätte Ludwigstein


 

 

 

Deutsche Wanderjugend

Wandern ist nicht gleich Wandern...

"Wandern ist eine Form des Gehens, eine Sportart, die in der Natur ausgeübt wird. Man kann in den Bergen wandern, an einem Flussufer, im Wald, am Meer...".
Junges Wandern ist noch viel mehr, es ist draußen unterwegs sein, gemeinsam etwas bewegen und offen für Neues sein. Die verschiedenen Formen belegen eindrucksvoll die Vielfalt des Wanderns.

 

Mit einem Klick auf das Bild findet Ihr zu den Jugend-Wanderwegen.

 

Beim Projekt „Jugendwanderwege“ der Deutschen Wanderjugend sammeln wir jugendgerechte Wanderwege, die alleine oder in der Gruppe abgelaufen werden können. Dabei wird das Wandern zum spaßigen Erlebnis.

 

Das Projekt ist vor allem für die Arbeit mit den Gruppen vor Ort geeignet und ist eine neue und interessante Möglichkeit gemeinsam einen Jugendwanderweg zu erarbeiten und seine Heimatgemeinde vorzustellen

 

Hier geht es zu den Arten des Wanderns:       >>>KLICK<<<